Shaolin-Kloster-China   Mit Shaolin wird das Kloster mit seiner Tempelanlage bezeichnet, welches am Berg Songshan in der Provinzregion Henan steht. Wörtlich übersetzt heisst Shaolin "Junger Wald". Erbaut wurde der Shaolin-Tempel 495 n.C. vom damaligen Kaiser zu Ehren des indischen Mönches Ba Tuo. Das Kloster mit den chinesischen Schriftzeichen Shaolin Si, welches am Kloster an der Tafel steht und aus der Quing-Dynastie (1662-1721) stammt, ist der Eingang in das Gebiet der Wohnanlagen, Trainingsbereichen der Mönche, verschiedenen Hallen oder Anlagen wo alte buddhistische Sutren aufbewahrt werden und Mönche beten.
Heute kann Shaolin stolz auf eine 1500 jährige Geschichte zurückblicken, deren Kultur weiter geführt und von Generation zu Generation weitergegeben wird. Bodhidarma war der 28.Patriarch der indischen Chan-Linie und ein Gelehrter der von Indien nach China wanderte und sich im Shaolin-Kloster niederließ. Dort lebte er neun Jahre lang in einer Berghöhle (Dhamo-Höhle) des Tempels. Die meiste Zeit verbrachte er mit Meditieren. Er führte die einzigartige Kombination aus Meditation und körperertüchtigenden Bewegungen in das Shaolin- Kloster ein. Durch die Bewegungen entstand auch der Grundstein für das Shaolin-Kung-Fu. Bodhidarmas Ziel war aber nicht das Kämpfen seinen Schülern zu unterrichten, sondern mit Hilfe der Meditation Ausgeglichenheit und inneren Frieden zu erlangen.Heute wird er als der Gründervater des Shaolin Kung Fu und Shaolin Qi Gong angesehen. Boddhidarma Shaolin-Mönche beim Freikampftraining 
Historische Wandmalerei in Shaolin: Kungfu-Mönche beim Traininig 
Das Shaolin Kung fu entwickelte sich fortan von Meister zu Meister weiter. Die Mönche befassten sich mit der Selbstverteidung und erforschten Kampfmethoden, um aus Shaolin Kung Fu ein perfektioniertes Kampfsystem zu machen. Sie zogen sich auch die besten Kämpfer des Landes zu Rate. Qi Qong Übungen und traditionelle chineschische Medizin wurden mit Kung Fu kombiniert. Schließlich war dann Shaolin Kung Fu so sehr vollkommen, dass es die Shaolin Mönche weit aus über die Grenzen Shaolins berühmt machte. Sie wurden oftmals um Hilfe gebeten, waren aber auch Ziel der Zerstörung, so dass das Shaolin-Kloster im Laufe ihrer 1500 jährigen Geschichte mehrere Male angegriffen worden ist. Die ehrwürdigen großen Meister und Äbte Shi Dechan und Shi Suxi   
In Shaolin wird Wert darauf gelegt, Shaolin als ein ganzheitliches System aus Buddhismus, Meditation, Gesundheitslehre, Heilmedizin, Kalligraphie, Literatur, Shaolin Qi Gong und Kung Fu usw. zu verstehen. Auch wenn das Shaolin Kung Fu zum großen Ruhm des Klosters beigetragen hat, zählt dennoch für die Mönche die Erleuchtung und der Chan-Buddismus im Vordergrund. Sie versuchen mit Meditation, Kung Fu, Kalligraphie usw. den geistigen Zustand -Chan- zu erreichen um Gelassenheit und Ruhe im Inneren zu erreichen und den Frieden mit sich selbst zu finden. Die Art von Chanpraktiken nennt man Kultivierung. Gelassenheit und Ruhe, im Einklang mit sich selbst ist unabdingbare Voraussetzung dafür, Shaolin Kung Fu perfekt beherrschen zu können. Alle anderen Probleme würden dazu führen, dass Shaolin-Schüler das Kung Fu nicht richtig lernen können. Heute bietet die Shaolin-Kultur vielen Menschen aller Welt wertvolle Schätze. Die Beschäftigung mit Kung Fu, Qi Gong, Meditation oder Buddhimus hat das Ziel zur inneren Ausgeglichenheit,physischen und psychischen Stärkung.
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